Herbst-Auktionen

Der neue Katalog erscheint am 19. Juli 2018

So wird man zum Schlossherren oder Besitzer einer Kleingartenanlage - 93 Immobilien bei Sommer-Auktionen in Leipzig und Dresden versteigert

Dresden, 04.06.2018

Auf den Sommer-Auktionen der Sächsischen Grundstücksauktionen AG (SGA) am 1. Juni in Leipzig und am 4. Juni in Dresden haben insgesamt 93 Immobilien aus fünf Bundesländern den Eigentümer gewechselt. Der Auktionserlös lag bei rund 4,12 Millionen Euro.  

Besonders Immobilien, die von der Deutschen Bahn eingeliefert wurden, erfreuten sich großer Beliebtheit. So wurden z.B. zwei ehemalige Empfangsgebäude veräußert. Eines davon stammt aus Elsteraue (Sachsen-Anhalt) und wechselte für 6.000 Euro den Besitzer (Mindestgebot 2.500 Euro). Das zweite denkmalgeschützte Objekt aus Arendsee (Altmark) wurde für 35.000 Euro versteigert (Mindestgebot 3.000 Euro). Auch in Haldensleben (Sachsen-Anhalt) ersteigerte der Meistbietende ein ehemaliges Bahnobjekt mit Nebengebäuden für 6.500 Euro. Das Startgebot lag hier bei 2.000 Euro.

Außerdem standen zwei weitere außergewöhnliche Bahn-Immobilien zum Verkauf – es handelt sich um zwei denkmalgeschützte Wassertürme. Einer der Türme steht in Spreetal (Sachsen). Er übertraf sein Mindestgebot von 1.000 Euro um ein Vielfaches und wurde für 16.500 Euro verkauft.  Der zweite Turm in der Lutherstadt Wittenberg (Sachsen-Anhalt) stand für 3.000 Euro zur Versteigerung und kam schließlich für 10.000 Euro unter den Hammer.

Im Zeichen des Wassers stand auch die Versteigerung eines denkmalgeschützten Wasserturms in Hoyerswerda und die einer ehemaligen, denkmalgeschützten Wassermühle in Rosenthal-Bielatal (Sachsen). Der Turm wurde für 15.000 Euro zur Auktion eingeliefert und für 25.000 Euro verkauft. Die um 1900 erbaute Wassermühle sollte mindestens 36.000 Euro kosten. Der neue Eigentümer erwarb sie für eben diesen Preis.

In Langenleuba-Niederhain (Sachsen) wurde ein denkmalgeschütztes Herrenhaus, welches Teil des ehemaligen Rittergutes Langenleuba war, eingeliefert. Bei der Leipziger Sommer-Auktion wurde ein neuer Besitzer für das sogenannte „Halbe Schloss“ gefunden. Das Mindestgebot lag bei 1.000 Euro und wurde nach einem Bietergefecht für stattliche 31.000 Euro versteigert.

Auch diverse Erholungsgrundstücke kamen bei den Sommer-Auktionen unter den Hammer. So z.B. mehrere Flurstücke im Naherholungsgebiet Süßer See. Die Grundstücke in Seeburg (Sachsen-Anhalt) erzielten Verkaufspreise zwischen 20.000 und 31.500 Euro.

Ein weiteres Highlight stellte der Verkauf zweier attraktiver Baugrundstücke in Dresden (Sachsen) dar. Die Grundstücke mit Blick auf den Stausee Niederwartha hatten Mindestgebote von jeweils 100.000 Euro. Beide wurden für mehr als das Doppelte veräußert (eines für 234.000 Euro, das andere für 210.000 Euro).

Des Weiteren wechselten insgesamt drei Kleingartenanlagen den Besitzer. Eine davon befindet sich in Gräfenhainichen (Sachsen-Anhalt). Die Anlage mit 17 Flurstücken wurde für 12.500 Euro eingeliefert und für 12.510 Euro ersteigert. In Pirna und Heidenau (Sachsen) befinden sich die beiden anderen Kleingartenanlagen. In Pirna OT Graupa handelt es sich um die Anlage „Elbtalblick e.V“ mit ca. 34 Parzellen und einem Startgebot von 39.000 Euro. Der Käufer ersteigerte die Anlage für genau diesen Preis. Das Heidenauer Objekt besteht aus der Kleingartenanlage „Schöne Aussicht e.V.“ sowie Teilen der Anlage „Borsbergblick e.V.“. Dieses Objekt kam für 59.000 Euro zur Auktion und für 60.000 Euro zum Verkauf.

Ein Objekt mit interessanter Historie ist eine ehemalige und unter Denkmalschutz stehende Kaffeerösterei in Altenburg (Thüringen). Das Startgebot lag bei 15.000 Euro und erzielte ein Vielfaches des Ausgangspreises – 76.000 Euro.

Auch einige gastronomische Einrichtungen wurden bei den sächsischen Sommer-Auktionen angeboten. So konnte schon ab 3.000 Euro für einen denkmalgeschützten, ehemaligen Gasthof mit Gaststätte, Saal, Wirtschafts- und Wohnräumen geboten werden. Die Immobilie befindet sich in Hartmannsdorf-Reichenau OT Reichenau (Sachsen) und wurde für 4.500 Euro ersteigert. Für den denkmalgeschützten Landgasthof „Goldener Hirsch“ in Barnstädt (Sachsen-Anhalt) wurde ebenfalls ein neuer Eigentümer gefunden. Das Objekt mit Gasträumen, großem Saal und inklusive aller Einrichtungsgegenstände stand für 9.000 Euro zur Versteigerung und wurde für 16.000 Euro verkauft.

Auch Wohnhäuser verschiedener Couleur wurden veräußert. So z.B. ein attraktives Mehrfamilienhaus im thüringischen Altenburg. 155.000 Euro sollte die Immobilie mindestens kosten. Der Meistbietende erhielt den Zuschlag für 190.000 Euro. Ein schönes Wohn- und Geschäftshaus wurde in Auerbach im Vogtland für 110.000 Euro zur Auktion gebracht. Das zentral gelegene Objekt wurde für 112.000 Euro verkauft. In Adorf (Sachsen) sollte eine Immobilie mit sehr ansprechender Optik für ebenfalls mindestens 110.000 Euro verkauft werden. Das denkmalgeschützte Mehrfamilienhaus mit sieben Wohneinheiten wurde für genau diesen Preis veräußert.

Die Sächsische Grundstücksauktionen AG verkauft ausschließlich Immobilien, die von den Eigentümern auf freiwilliger Basis eingeliefert wurden. Alle nicht versteigerten Immobilien können noch im Rahmen einer zweimonatigen Nachverkaufsfrist erworben werden. Die Herbst-Auktionen der SGA finden am 23. und 25. August 2018 in Leipzig und Dresden statt. Bis zum 6. Juli können dafür noch Immobilien eingeliefert werden.