Frühjahrs-Auktionen

Der neue Katalog erscheint am 24. Januar 2019

Vom Kleingarten bis zum Schloss – 112 Immobilien bei Auktionen in Leipzig und Dresden

01.04.2017

„Zum Ersten, zum Zweiten und zum Dritten“ heißt es wieder am 19. Mai in Leipzig und am 23. Mai in Dresden. Dann veranstaltet die Sächsische Grundstücksauktionen AG (SGA) ihre diesjährigen Sommerauktionen. 112 Immobilien aus sechs Bundesländern (Bayern, Brandenburg, Niedersachsen, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen) stehen zum Verkauf. Dabei handelt es sich überwiegend um Ein- und Mehrfamilienhäuser, Grundstücke und Gewerbeobjekte. Angeboten werden auch besondere Objekte, wie ein Schloss, Bahnhofsgebäude, Hotels und Waldflächen. Die Summe der Mindestgebote liegt bei rund 5,3 Millionen Euro.

Eine der attraktivsten Immobilien der Sommerauktion ist das am „Süßen See“ gelegene Schloss Seeburg im Kreis Mansfeld-Südharz in Sachsen-Anhalt. Die denkmalgeschützte und erstmals im 9. Jahrhundert erwähnte Schlossanlage liegt attraktiv auf einer Halbinsel. Zum Schlosskomplex gehören mehrere Gebäude mit insgesamt 2.200 Quadratmetern, unter anderem auch ein Wehrturm und ein Torhaus sowie ein ehemaliger Rosengarten. Die Schlossräume zeichnen sich durch dekorative Stuck- und Holzdecken, vertäfelte Wände und historische Kamine aus. Errichtet wurde die Schlossanlage unter dem Adelsgeschlecht der Grafen zu Seeburg. Über Generationen von mehreren Adelsfamilien hinweg gelangte das Anwesen schließlich 1880 an die Familie Wendenburg. Diese wurde nach 1945 enteignet. Bis 1990 befand sich in Teilen des Objekts eine landwirtschaftliche Berufsschule. Danach ging das Schloss in den Privatbesitz über und wurde als Veranstaltungsort für verschiedene Events und Filmproduktionen genutzt. Ein zukünftiger Schlossherr muss mindestens 120.000 Euro bieten.

Das höchste Mindestgebot der Sommerauktion weist mit 890.000 Euro ein Büro- und Gewerbekomplex in Schkopau OT Lochau(Saalekreis/Sachsen-Anhalt) auf. Das Auktionsobjekt besteht aus einem Bürogebäude mit angrenzender Werkstatt und großer Stahlbeton-Lagerhalle. Die Immobilie mit einer Gesamtnutzfläche von 2.943 Quadratmetern ist überwiegend vermietet.

Im thüringischen Bad Klosterlausnitz (Saale-Holzland-Kreis) wird ein neuer Besitzer für das denkmalgeschützte Waldhotel „Zur Köppe“ gesucht. Das repräsentative Gebäude mit Fachwerkfassade im Obergeschoss wurde 1912 als Kurhotel von Louis Dämmrich für seine Tochter Anna erbaut. Im Innern des bis Jahresende verpachteten Hotels befinden sich unter anderem 14 Gästezimmer, ein Restaurant und ein Kaminzimmer. Das Mindestgebot liegt bei 175.000 Euro.

Im Kurort Oybin (Kreis Görlitz/Sachsen) steht das ehemalige Hotel „Kretscham“ zum Verkauf. Das Hauptgebäude mit Saalanbau wurde 1964 errichtet. Die Nutzfläche liegt bei circa 2.643 Quadratmetern. Mindestens 29.000 Euro müssen für die Immobilie geboten werden.

In Klingenthal (Vogtlandkreis/Sachsen) wird ein Gebäudekomplex der Musikinstrumente-Manufaktur “Harmona“ angeboten. Die Traditionsfirma ist weltweit für die Fertigung von Akkordeons der Marke „Weltmeister“ bekannt. Die Gebäude mit einer Nutzfläche von rund 9.000 Quadratmetern wurden um 1910 und 1958 errichtet. Für die überwiegend vermietete Immobilie müssen mindestens 75.000 Euro geboten werden.

Das höchste Mindestgebot aller Immobilien aus Sachsen weist mit 295.000 Euro ein überwiegend vermieteter Plattenbaukomplex mit 45 Wohnungen in Doberschau-Gaußig (Kreis Bautzen) auf. Die beiden Gebäude wurden 1988 erbaut und eines bis 2012 teilweise saniert. In Käbschütztal OT Krögis(Kreis Meißen) wird für einen attraktiven, vermieteten Vierseitenhof ab 175.000 Euro ein neuer Eigentümer gesucht. Das um 1856 erbaute und in Teilen sanierte Ensemble besteht aus einem Stösserhaus, Taubenhaus, Wohnhaus und Scheune. Für ein idyllisch im Helfenberger Grund in Dresden gelegenes Grundstück mit freistehendem Wohnhaus liegt der Startpreis bei 49.000 Euro. Ein ehemaliger Jugendtreff in Dresden-Wilschdorf steht ebenfalls zum Verkauf. Für das zweistöckige Gebäude müssen mindestens 85.000 Euro geboten werden. In Leipzig kann ab 119.000 Euro für eine Doppelhaushälfte mit rund 100 Quadratmetern Wohnfläche im Stadtteil Mockau-Nord geboten werden.

Bei den Sommerauktionen kommen auch zahlreiche Bahnimmobilien aus ganz Mitteldeutschland zum Aufruf, unter anderem ehemalige Güterabfertigungsanlagen mit Ladestraße in Bad Langensalza(Mindestgebot 9.000 Euro) und Gröditz (Mindestgebot 2.500 Euro), ehemalige Bahnhofsempfangsgebäude in Bördeland OT Eggersdorf (Mindestgebot 1.500 Euro) und Seeland OT Frose (Mindestgebot 1.500 Euro), eine frühere Bahnmeisterei in Bismark (Altmark) OT Hohenwulsch(Mindestgebot 2.000 Euro), ein ehemaliges Bahnbetriebsgelände in Hoyerswerda (Mindestgebot 29.000 Euro) und der ehemalige Bahnhaltepunkt Niedercolmnitz in Klingenberg OT Colmnitz(Mindestgebot 300 Euro).