Frühjahrs-Auktionen

Der neue Katalog erscheint am 24. Januar 2019

Von der „Villa Sanssouci“ bis zur ehemaligen Bio-Diesel-Anlage – 117 Immobilien bei Auktionen in Dresden und Leipzig

01.09.2017

„Zum Ersten, zum Zweiten und zum Dritten“ heißt es wieder am 23. November in Dresden und am 25. November in Leipzig. Dann veranstaltet die Sächsische Grundstücksauktionen AG (SGA) ihre diesjährigen Winterauktionen. 117 Immobilien aus vier Bundesländern (Sachsen, Sachsen-Anhalt, Thüringen, Brandenburg) stehen zum Verkauf. Dabei handelt es sich überwiegend um Ein- und Mehrfamilienhäuser, Grundstücke und Gewerbeobjekte. Angeboten werden auch besondere Immobilien, wie eine ehemalige Bio-Diesel-Anlage, eine herrschaftliche Villa Sanssouci und ein ehemaliger Wasserturm. Die Summe der Mindestgebote liegt bei rund 5 Millionen Euro.

In Löbau (Sachsen) steht die denkmalgeschützte „Villa Sanssouci“ des Kaufmanns Eduard Rönsch mit vielen originalen Details aus der Bebauungszeit zum Verkauf. Die Villa aus dem Jahr 1889 enthält aufwändige Ausstattungsdetails wie Holzverkleidungen, ein Kamin aus Lausitzer Rotmarmor, Flügeltüren und Wandmalereien. Inmitten eines parkähnlichen Geländes von 2.490 Quadratmetern Größe gelegen, kann das Gebäude mit etwa 832 Quadratmetern Wohnfläche ab einem Mindestgebot von 250.000 Euro ersteigert werden.

Ein sanierungsbedürftiges Wohn- und Geschäftshaus kann in Dresden OT Leuben zu einem Mindestgebot von 395.000 Euro ersteigert werden. Von den sechs Wohneinheiten mit etwa 468 Quadratmetern sind vier vermietet. Weiterhin kommt in Dresden OT Weißig ein etwa 5.300 m² großes Gewerbegrundstück ab einem Mindestgebot von 250.000 Euro zum Aufruf

Auch eine ehemalige Bio-Diesel-Anlage kann bei der Auktion in Dresden erworben werden. Das in Plauen (Sachsen) belegene Objekt aus dem Jahr 1995, mit Hauptgebäude und Produktionanlage und weiteren Lagerhallen aus dem Jahr 1973, kann ab einem Mindestgebot von 129.000 Euro ersteigert werden. Auf dem Grundstück befinden sich außerdem drei Erdtanks, ein Rapsöltank und eine Fuhrwerkswaage für 50 Tonnen Gewicht.

In Hoyerswerda (Sachsen) können vier arrondierte Flurstücke mit insgesamt 108.112 Quadratmetern für 60.000 Euro erworben werden. Die Grundstücke liegen überwiegend im Bebauungsplangebiet „Industriegebiet Zeißig-Norderweiterung“ und dem angrenzenden „Gewerbegebiet Zeißig.“

In Altenburg (Thüringen) wird für ein denkmalgeschütztes Wohn- und Geschäftshaus aus dem Jahr 1870 ein neuer Eigentümer gesucht. Das in geschlossener Bauweise stehende, sanierungsbedürftige Gebäude steht direkt am Altenburger Markt und gehört zum Denkmalensemble „Kernstadt Altenburg“. Das Mindestgebot liegt bei 130.000 Euro.

Ein vermieteter Gewerbekomplex kann in Schkopau OT Lochau (Sachsen-Anhalt) ab einem Mindestgebot von 2950.000 Euro ersteigert werden. Es handelt sich dabei um zehn Gewerbeeinheiten auf insgesamt etwa 14.630 Quadratmetern. Eine weiteres vermietetes Gewerbeobjekt steht in Halle(Saale) auf der Auktionsliste. Der Startpreis liegt bei 350.000 Euro. Das Gebäude befindet sich in einem gepflegten Zustand. Die Grundstücksgröße beträgt etwa 50.174 Quadratmeter.

Eine sanierungsbedürftige Halle aus dem Jahr 1970 mit einer Kranbahn könnte ab 150.000 Euro Mindestgebot in Leipzig den Eigentümer wechseln. Die knapp 500 Quadratmeter große Halle liegt im Gewerbegebiet Nord-Ost, nahe der A 14.

Ein Wohn- und Geschäftshaus in Fachwerkbauweise, das aus dem 16. Jahrhundert stammt, steht in Halberstadt (Sachsen-Anhalt) im Denkmalbereich „Historische Altstadt“ ab einem Mindestgebot von 90.000 Euro zum Verkauf. Das in teilweise modernisierungsbedürftigem Zustand befindliche Gebäude wurde vor dem aktuellen Leerstand auch von der Stadtverwaltung genutzt.

Ein weiteres außergewöhnliches Objekt ebenfalls in Halberstadt könnte den Besitzer zu einem Mindestgebot von 9.000 Euro wechseln: ein denkmalgeschützter Wasserturm aus dem Jahr 1911. Die Nutzfläche beträgt etwa 80 Quadratmeter, der Wasserturm selbst ist ein letzter Bestandteil eines ehemaligen Bahnbetriebsgeländes.

Ebenfalls außergewöhnlich ist das ehemalige Brauereigelände, das in Eisfeld (Thüringen) für ein Mindestgebot von 2.000 Euro zum Verkauf steht. Das Gebäude aus Naturstein befindet sich auf einem etwa 24.906 Quadratmeter großen Grundstück und ist in einem insgesamt stark sanierungsbedürftigen Zustand. Ursprünglich ist die Anlage aus einem Bergwerksstollen entstanden, so dass Teile davon auch als Depot oder Bunker genutzt worden sind.