Vom Bahnhof bis zum Schloss – 87 Immobilien für über 6,8 Mio. Euro bei Rekordauktionen in Leipzig und Dresden versteigert

Mai 2017

87 Immobilien hat die Sächsische Grundstücksauktionen AG bei ihren diesjährigen Sommerauktionen am 19. Mai in Leipzig und am 23. Mai in Dresden versteigert. Der Auktionserlös liegt einschließlich Nachverkäufen bei über 6,8 Millionen Euro und ist damit das höchste Ergebnis einer Einzelauktion in der gesamten Unternehmensgeschichte. Veräußert wurden vor allem Ein- und Mehrfamilienhäuser, Grundstücke und Gewerbeobjekte aus den mitteldeutschen Bundesländern.

Eine der attraktivsten Immobilien der Sommerauktion war das am „Süßen See“ gelegene Schloss Seeburg im Kreis Mansfeld-Südharz in Sachsen-Anhalt. Die denkmalgeschützte und erstmals im 9. Jahrhundert erwähnte Schlossanlage liegt attraktiv auf einer Halbinsel. Zum Schlosskomplex gehören mehrere Gebäude mit insgesamt 2.200 Quadratmetern, unter anderem auch ein Wehrturm und ein Torhaus sowie ein ehemaliger Rosengarten. Das Mindestgebot lag bei 120.000 Euro. Nach einem Bietermarathon erfolgte der Zuschlag schließlich für 600.000 Euro.

Den höchsten Auktionserlös erzielte mit 1,11 Millionen Euro ein Büro- und Gewerbekomplex in Schkopau OT Lochau (Saalekreis/Sachsen-Anhalt). Die Auktion begann bei 890.000 Euro. Die Immobilie Auktionsobjekt besteht aus einem Bürogebäude mit angrenzender Werkstatt und großer Stahlbeton-Lagerhalle.

Für das denkmalgeschützte Waldhotel „Zur Köppe“ im thüringischen Bad Klosterlausnitz (Saale-Holzland-Kreis/Thüringen) fand sich ebenfalls ein neuer Besitzer. Das repräsentative Gebäude mit Fachwerkfassade im Obergeschoss wurde für 175.000 Euro veräußert (Höhe des Mindestgebots). Louis Dämmrich erbaute das Kurhotel um 1912 für seine Tochter Anna. Im Innern des bis Jahresende verpachteten Hotels befinden sich unter anderem 14 Gästezimmer, ein Restaurant und ein Kaminzimmer.

Für 152.000 Euro wurde ein Gebäudekomplex der Musikinstrumente-Manufaktur “Harmona“ in Klingenthal (Vogtlandkreis/Sachsen) an einen Bieter am Telefon versteigert. Die Traditionsfirma „Harmona“ ist weltweit für die Fertigung von Akkordeons der Marke „Weltmeister“ bekannt. Die Gebäude mit einer Nutzfläche von rund 9.000 Quadratmetern wurden um 1910 und 1958 errichtet. Für die überwiegend vermietete Immobilie mussten mindestens 75.000 Euro geboten werden.

Einen neuen Eigentümer hat ein Grundstück mit unterirdischem Schutzbunker in der Zschopauer Straße in Chemnitz. Für die Immobilie wurden 86.000 Euro gezahlt (Mindestgebot 75.000 Euro). Der Schutzbunker liegt in circa einem Meter Tiefe und ist rund 150 Quadratmeter groß. Das über 2.800 Quadratmeter große Grundstück ist unter anderem mit Bäumen und Sträuchern bewachsen.

Bei den Sommerauktionen wechselten auch zahlreiche Bahnimmobilien aus ganz Mitteldeutschland den Eigentümer. Dazu gehören ehemalige Güterabfertigungsanlagen mit Ladestraße in Bad Langensalza (Erlös 21.000 Euro/Mindestgebot 9.000 Euro) und Gröditz (16.500 Euro/Mindestgebot 2.500 Euro), ehemalige Bahnhofsempfangsgebäude in Bördeland OT Eggersdorf (Erlös 13.000 Euro/Mindestgebot 1.500 Euro) und Seeland OT Frose (Erlös 16.500 Euro/Mindestgebot 1.500 Euro), eine frühere Bahnmeisterei in Bismark (Altmark) OT Hohenwulsch (Erlös 15.000 Euro/Mindestgebot 2.000 Euro) und ein ehemaliges Bahnbetriebsgelände in Hoyerswerda (Erlös 77.000 Euro/Mindestgebot 29.000 Euro) .

TwitterYoutube

System Info - Browser

System Info - Enable Javascript